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Stadt Eschenbach |
| Zur Geschichte von Eschenbach i. d. OPf. |
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| Rathaus - Westseite - erbaut 1570 |
Eschenbach ist aus einer germanischen Siedlung in der 1.Hälfte des 10. Jahrhunderts entstanden. Es gehört zu den alten Städten in der Oberpfalz, deren Geschichte noch wenig erforscht ist. Um 1150 ist Eschenbach in den Salbüchern als Markt erwähnt, doch als es am 11.1.1358 durch Kaiser Karl IV. die Stadtrechte erhielt, umgartete es sich mit Mauern, gewann es sein stolzes Aussehen, wie es der Kupferstich Merians von 1644 zeigt: der Bach in der Tiefe, dicht dahinter die Pfeilerbrücke, die gotische Pfarrkirche, steil ansteigend die Straße mit der Silhouette der Häuser und auf der Höhe die Mariahilfbergkirche und das Schloss.
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Die Katholische, gotische Pfarrkirche St. Laurentius ist etwa 1440 erbaut, der Kirchturm mit fünf quadratischen und zwei zylindrischen Aufsätzen wurde 1541 vollendet. Im Altarraum sind ein spätgotisches Epitaph und ein neuer im gotischen Stil gehaltener Flügelaltar zu bewundern. Die Mariensäule und das spätgotische Rathaus, beide stehen auf dem langgezogenen Stadtberg, sind von 1720 bzw. 1570.
Reste der Stadtmauer sind noch heute in der unteren Altstadt zu sehen.
Anfang des 15. Jahrhunderts gelangte Eschenbach in pfälzischen Besitz; die Stadt wurde 1430 von Hussiten, 1641 von den Schweden zerstört und 1757 von den Preußen geplündert.
Die Einwohnerzahl ist von 1.250 im Jahre 1870 auf 3.913 im Jahre 2000 angestiegen. Zu verdanken ist dies der Eingemeindung von Thomasreuth und der Truppenübungsplatzgemeinde Stegenthumbach sowie dem Zuzug vieler Heimatvertriebener aus dem Deutschen Osten, der eine erhebliche Siedlungstätigkeit nach 1945 zur Folge hatte.
Namhafte Industrie hat sich nach 1945 angesiedelt, die neben dem Lager Grafenwöhr Arbeitgeber für die Beschäftigten ist.
Bis 1972 war Eschenbach Sitz des gleichnamigen Landkreises und eines eigenen Amtsgerichts. An staatlichen Behörden beherbergt es heute noch die Landespolizei, das Vermessungsamt, die Straßenmeisterei und eine Nebenstelle des Arbeitsamtes. Die Stadt bemüht sich erfolgreich darum, die Nachteile der Gebietsreform durch Infrastrukturmaßnahmen wieder auszugleichen.